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... info Culion – Insel der Lepra, Insel der Lebenden

Anfang des letzten Jahrhunderts war die Philippineninsel Culion mit bis zu 7.000 Leprapatienten die weltgrößte Leprakolonie. Heute hat hier niemand mehr Lepra aber noch immer leben etwa 100 Lepra-Versehrte auf der Insel. Im Gegensatz zu vielen anderen Leprastationen wird auf Culion Lepra nicht mehr stigmatisiert und die Versehrten nicht ausgegrenzt. Sie sind anerkannter Bestandteil der Gemeinde und gestalten diese aktiv mit.

Als Culion von einer Kolonie zu einer Gemeinde avancierte, wurde der ehemalige Leprapatient Hilarion Guia zum ersten Bürgermeister von Culion gewählt. Die Möglichkeit, Bürgermeister zu werden, hatte nicht jeder Ex-Patient. Dennoch eröffnet ihnen das Leben auf Culion vor allem die Freiheit ein selbstbestimmtes Leben zu führen, einem Beruf nachzugehen und für ihren eigenen Lebensunterhalt zu sorgen und dies trotz oft starker Verstümmelungen.

In der kargen Pflegestation des Krankenhauses fristen die extrem stark versehrten Lepra-Opfer ihr Dasein. Doch auch hier geben sie sich nicht selbst auf. Wenn Manuel Capao besonders traurig ist spielt er Mundharmonika, Trommel oder Gitarre und singt seine Lieblingslieder dazu, um auf andere Gedanken zu kommen.

Doch auch heutzutage spielt der Tod noch immer eine wichtige Rolle auf der Insel. Das Versagen von Organen, die durch die Lepra stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, ist die häufigste Todesursache. Die Versehrten werden auf dem alten Friedhof beerdigt. Für die Gesunden wurde ein separater Friedhof errichtet, entgegen aller Toleranz zu Lebzeiten.
Das Eingangstor derLepra-Versehrte undCidro Bulagao entschiedFischen mit einfachsterHilarion Guia war der ersteDie Religion nimmt seitIn der Pflegestation desIn der Pflegestation scheintWenn Manuel Capao dieFrüher wurde CulionClaire Cabico verlor ihreDie Möbel von MarcelinoMarcelino Pagaduan verlorDie Totenwache istAuf dem alten Friedhof