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... info Vom Luxushotel zum Armutsquartier

Das ehemalige Grand Hotel in Mosambiks zweitgrößter Stadt Beira galt mit seinen ca. 200 Zimmern und Luxussuiten in den Fünfziger Jahren als das repräsentativste Hotel Afrikas. Heute ist der Glanz verblasst. Das Gebäude verfällt, und jegliches Mobiliar von Wert wurde geplündert. Es gibt schon lange keinen Strom oder fließendes Wasser mehr, an Toiletten ist nicht zu denken.
Und doch leben in der ehemaligen Luxusherberge ca. 2.000 Menschen. Jeder Winkel des Hauses wird als Wohnfläche genutzt. Nicht nur die ehemaligen Zimmer, auch die Dachkammern, die Gänge, die ehemaligen Diensträume und auch der Keller dienen als Wohnraum. Im ehemaligen Swimmingpool wird heute die Wäsche gewaschen oder geangelt, und die frühere Poolbar beherbergt heute die Moschee. Der anfallende Haushaltsmüll wird einfach über den Balkon vor oder hinter das Hotel gekippt.
Trotz alledem gilt das heruntergekommene Hotel als vergleichsweise attraktiver Wohnraum – auch weil man hier mietfrei wohnt. Es gibt ein kleine Schule und eine Art Selbstverwaltung, die das Miteinander der Bewohner regelt.
Das Hotel hat im Laufe der Jahre erhebliche strukturelle Schäden erlitten. Bäume wachsen aus den Terrassen heraus, und Teile der Betondecken sind eingestürzt. Aufgrund fehlender Absperrung kommt es, insbesondere bei spielenden Kindern, immer wieder zu Unfällen.

Die Fotoreportage wurde gefördert von der Kulturwerk der VG BILD-KUNST GmbH, Bonn.
Geschätzte 2.000 MenschenDas Grande Hotel galt in denDer 21-jährige José AlcidesAnna da Gloria J. RodrguêsWaschmittel, Zigaretten,Müll stapelt sich in denGekocht wir auf kleinenSidne Orlando spielt mitKleine Erdwälle rund um dieNelito und seine Schüler vomDas Wheelers TaekwondoDie Gänge des Hotels sindTania und Hermina spielenDer Vorraum des ZimmersEine Müllentsorgung gibt es?José Marques und seinEdiwaldo fischt täglichWer es sich nicht leistenDer Fang wird aus denDen Bereich der ehemaligenDie ehemalige Poolbar wirdDie meisten BewohnerEine unbeabsichtigt geöffneteLeicht alkoholisiert tanztÜber die Jahrzehnte hat sich