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... info Die verlorenen Dächer Hongkongs

In Hongkong leben geschätzte 5.000 Menschen in Hüttensiedlungen, errichtet auf den Flachdächern der Hochhäuser. Man findet hier einfache Hütten neben komplexen, mehrstöckigen Konstruktionen. Das Bild gleicht einem Flickenteppich aus Blech, Holz, Ziegeln und Kunststoff.

In den heißen Sommermonaten heizen sich die Wohnungen extrem auf, in der Regenzeit kämpfen die Einwohner mit den Undichtigkeiten der provisorischen Dächer. Der akute Platzmangel und die hohen Mietpreise in Hongkong lassen den Dachbewohner keine andere Wahl. Viele von ihnen kommen vom chinesischen Festland. Sie sind zwar nicht illegal eingereist aber sie besitzen oft keine unbefristete Aufenthaltserlaubnis und gehen schlecht bezahlten Gelegenheitsjobs nach.

Früher glichen die Dachsiedlungen einem eigenen Mikrokosmos. Auf den Freiflächen spielte sich das öffentliche Leben eines kleinen Dorfes ab. Um die Jahrtausendwende waren es noch 20.000 Menschen, die auf Dächern von Häusern lebten – teilweise bereits seit Jahrzehnten. Doch das städtebauliche Gesicht Hongkongs soll sich komplett verändern. Die Baubehörde will die alten Häuserblocks mit samt seinen Dachsiedlungen abreißen – viele Hütten wurden bereits geräumt und zerstört. Wohnsilos sollen entstehen – mit mehr als 30 Stockwerken inklusive Shopping Malls.

Die Fotoreportage wurde gefördert von der Kulturwerk der VG BILD-KUNST GmbH, Bonn.
In der Roof-Top-CommunityZeshen Fong lebt mitIm Frühjahr 2010 istEinige Hütten wurdenAuch in diesem HaushaltDie Dachbewohner geltenSelbst der Besuch einesStehen 80% des GebäudesFrüher gab es auf denSeit sie einen SchlaganfallDie Nichte von Choi LanDie Nichte Sau Yuk ChengSap Ching Cheng ist derUm die Jahrtausendwende